Auf den Spuren der ersten Mallorquiner – die Talayot-Kultur

Die ersten Menschen kamen wohl bereits um 6.500 v.Chr. auf die Insel Mallorca. Eine gewisse Wahrscheinlichkeit läßt deren Ursprung auf das spanische Festland zurückführen, denn zweimal im Jahr kann man die Insel Mallorca vom Festland aus sehen, so dass nicht nur eine Ahnung, sondern sogar ein Wissen bestand, dass es weiter Richtung Osten über das Meer Land geben würde.

Allerdings war die Anreise beschwerlich und gefährlich. Die kürzeste Distanz zum Festland beträgt 170 Kilometer und das einzig bekannte Meerestransportmittel war der Einbaum. Man hat einen Baum gefällt, ihn ausgehöhlt und hat sich dann darauf gesetzt, um mit einfachen Paddeln das Meer zu queren. Das war sehr gefährlich, aber wer es geschafft hat, nach Mallorca zu kommen, hat ein Paradies vorgefunden. Hier konnte man (und kann) im Winter ernten, es gab und gibt keine Schneestürme und es gab keine Feinde. Optimal um sich zu entwicklen.

Um 1.300 v.Chr. lässt sich dann eine Kultur erkennen, mit Regeln des Zusammenlebens, mit Riten, mit Brauchtum und Folklore. Diese Kultur wird Talayot genannt. Noch heute finden sich viele Zeugnisse dieser Kultur auf Mallorca, meist in Form von runden Steinbauten.

Die ersten Zeugnisse menschlicher Besiedelung und Kultur gibt es circa seit 4.000 vor Christus.

Die Necropolis im Norden Mallorcas zeigt den Bestattungskult und damit die Hochkultur der Menschen damals