Blick auf drei Kap’s und eine Halbinsel – der Hotspot für Paraglider

Im Frühjahr und Herbst bietet es sich bei klarem und trockenem Wetter und Temperaturen um die 15 bis manchmal 20 Grad an zu wandern und die fantastischen Aussichtspunkte zu entdecken. Wenig bekannt ist der „Puig de Sant Martí“ bei Alcúdia im Norden der Insel.

Der 260 Meter hohe Kalksteinberg weist die typische mallorquinische Vegetation auf mit Mastixsträuchern, Stechginster, Zwergpalmen und Felsenschilf. Übrigens wurde zu früheren Zeiten aus dem festem und robusten Felsenschilf Seile für die Fischer hergestellt.

An zwei Seiten fällt der Berg steil ab und ist an heißen Sommernachmittagen aufgrund der Aufwinde ein beliebter Hotspot für Paraglider, die man dann oft lange um den Puig de Martí und den Nachbarberg „Puig de Son Fe“ fliegen sieht.

Wer mit dem Auto anreist parkt am besten bei der Finca Poble Nou. Gegenüber beginnt man den einstündigen Weg zum Gipfel auf einem schattigem und idyllischen Waldweg. Der Anstieg ist dann komplett asphaltiert; wahrscheinlich wegen der Wartung der großen Antennenanlagen für Fernsehen und Mobilfunk, die auf dem Gipfel stehen.

Der Puig de Sant Martí ist in den Sommermonaten ein Hotspot für Paraglider. Sich mit einem Gleitschirm vom Berg zu stürzen und sanft in das Tal zu segeln funktioniert aber leider nicht immer wie die Gedenksteine der tödlich verunglückten Paraglider auf dem Gipfel deutlich zeigen.

Erst 2017 verunglückte der 37-jährige mallorquische Gleitschirmlehrer Miquel Blanch aus Campos, der an die Felsen geschmettert wurde und trotz aufwändiger Rettungsaktion nur noch tot geborgen werden konnte.

Vom Gipfel des Berges wird man belohnt mit einer spektakulären Aussicht auf die Bucht von Pollenca mit dem Cap von Formentor (links), vor einem das Cap und Halbinsel von Victoria und dann die große Bucht von Alcúdia mit dem Cap von Farrutx (rechts).

Wer bis zum Abend auf dem Gipfel bleibt kann einen romantischen Sonnenuntergang im Tramuntana-Gebirge bewundern. Für das Picknick muß man hier allerdings selber sorgen und die wilde Natur bietet meist ein paar Blutsauger, so daß Mückenschutz für den ungestörten Genuss zu empfehlen ist.