Mallorcas Wachtürme

Mallorcas Küstenlinie umfasst 555 Kilometer. An strategischen Stellen stehen 45 Türme und Festungsbauten, die erbaut wurden, um rechtzeitig Angreifer zu erkennen, die Bevölkerung zu warnen und die Verteidigung zu mobilisieren.

Im ausgehenden Mittelalter war es den Türmen möglich, untereinander zu kommunizieren, tagsüber per Rauchzeichen und nachts mit Feuer.

Nachdem die Türme ihre Funktion nicht mehr wahrnehmen mussten, war man davon ausgegangen, dass ihre Kommunikationsfähigkeit untereinander nicht mehr gegeben sein würde, da ja moderne Bauten sich in die Sichtlinie geschoben haben könnten.

Als man vor wenigen Jahren einen Test durchführte, um festzustellen ob die Möglichkeit der Kommunikation von Wachturm zu Wachturm noch gegeben sein würde, war man überrascht, dass dies immer noch der Fall war.

Seitdem wird an jedem zweiten Samstag im Jahr dieses Phänomen getestet und heutzutage verbunden mit einer Veranstaltung zur Erinnerung an die Menschenrechte.