Dubiose Praktiken einer Anwaltskanzlei

Die Auswirkungen des Corona-Virus auch auf die Gehirne der Menschen, auf Moral und Anstand sind erschreckend, vor allem weil sie immer mehr Lebensbereiche erfassen.

Ein ganz besonders niederträchtiges Beispiel erreichte uns in Form einer Email mit Anhang von einer Rechtsanwaltskanzlei aus Österreich.

Im Anhang der Email findet sich eine Mahnung an eine Firma, die ich in einer meiner Blogs erwähnt habe. Ich habe zwar mit diesem Unternehmen keine Verflechtung, bin kein Gesellschafter der Firma, kein Mitglied der Geschäftsleitung, noch bestehen wirtschaftliche Verbindungen. Da komme ich ins Grübeln, warum ich diese Mahnung erhalte, die inhaltlich auch nur so von fehlerhaften Angaben trotzt. Ist es nur Fahrlässigkeit der Anwälte? Fachliche Inkompetenz? Oder Vorsatz, um einen vermeintlichen Schuldner zu diskreditieren?

Was sich die Anwaltskanzlei

Weinrauch Rechtsanwälte GmbH, FN 443661v, HG Wien

Kanzlei Wien

Stubenring 16/2
1010 Wien
T +43 1 533 64 99
F +43 1 533 64 99-250
sekretariat@anwaltei.at
www.anwaltei.at

Kanzlei Graz

Pestalozzistraße 3/19
8010 Graz
T +43 316 93 12 07
F +43 316 93 12 07-4
graz@anwaltei.at
www.anwaltei.at

Kanzlei Fehring
Hauptplatz 9
8350 Fehring
T +43 3155 20 994
F +43 3155 20 994-150
kanzlei@anwaltei.at
www.anwaltei.at

erlaubt hat, ist zudem aber ein in Spanien (und auch im Rest des zivilisierten Europas) eine strafrechtlich relevantes Fehlverhalten. Mit der Bekanntgabe vertraulicher Firmen- und Personendaten an die Medien, die sozialen Medien, an Blogger und an Influencer mag man ein starkes Mittel erzeugen, um einen vermeintlichen Schuldner unter Druck zu setzen, es erfüllt aber auch den Tatbestand der Üblen Nachrede und Verleumdung.

Wir verurteilen auf das Schärfte dieses strafrechtlich relevante Verhalten, weisen hiermit die Zusendung öffentlich zurück und werden das Schreiben an die lokale Staatsanwaltschaft weiterleiten.

Wir sind entsetzt, welche Niedertracht Anwälte wählen, wenn sie auf den üblichen juristischen Wegen keinen Erfolg sehen. Das wirft ein bezeichnendes Licht auf die Nachhaltikeit der Forderung, auf die Seriosität der Anwälte und ihres Mandanten. Die Anwälte wussten offensichtlich auch von der Strafwürdigkeit ihres Verhaltens und haben das Anschreiben von einer Assistentin unterschreiben lassen, da kann man sich dann immer noch auf das Versehen der Mitarbeiterin herausreden. Mal sehen, ob das zielführend ist.